
Wir, Alex und Adrian, haben uns im Studium kennengelernt. Damals stand ExpectIQ noch nicht auf irgendeiner Visitenkarte, aber etwas anderes war schon klar: Wir hatten beide wenig Lust, abstrakt über Zukunftstechnologien zu philosophieren. Wir wollten lieber Technologie bauen, die in der realen Welt etwas bewegt, direkt in der Wertschöpfung. Nicht in PowerPoint, nicht in Pilotprojekten, die nach drei Monaten in einem Ordner verschwinden.
Wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre Erfahrung in Projekten rund um Software- und Hardwareentwicklung, und in der Digitalisierung analoger Prozesse. Auffällig war: Egal, mit welchem Kundenprojekt wir uns beschäftigten, die Auftraggeber waren am Ende fast immer dieselben. Maschinenbauer. Produktionsunternehmen. Industriekunden mit echten Anlagen, echten Schichten, echten Problemen.
In diesen Projekten haben wir gelernt, wie moderne Industrieanlagen wirklich aussehen, jenseits von Hochglanz-Broschüren. Komplexe Maschinen. Riesige Datenmengen. Und gleichzeitig: enormes Wissen, das in Dokumentationen, Serviceberichten oder in den Köpfen einzelner Experten verborgen bleibt. Wissen, das einer mal in einer Schulung erzählt hat, das einer aus Erfahrung weiß, das irgendwo auf Seite 412 eines PDFs steht, aber selten dann verfügbar ist, wenn es gebraucht wird.
Wir gründen als Softwareentwickler
2019 haben wir unser Unternehmen gegründet. Damals noch nicht als KI-Spezialisten, sondern als Softwareentwickler für industrielle Anwendungen. Wir haben Projekte umgesetzt, Systeme integriert, Prozesse digitalisiert. Mit jedem Projekt wurde uns klarer, wohin die Reise eigentlich gehen sollte: Künstliche Intelligenz für komplexe Maschinen und Produktionsanlagen.
Das ist keine Erkenntnis, die wir am Whiteboard hatten. Sie ist in einer ganzen Reihe von Werkshallen entstanden, mit Bedienern, mit Servicetechnikern, mit Werksleitern. Immer wieder dasselbe Bild: Es gibt das Wissen. Es gibt die Daten. Aber dazwischen klafft eine Lücke, die niemand sauber schließt.
Und dann kam der KI-Hype
Als der Hype um KI losbrach, hätten wir eigentlich erwartet, dass jetzt schnell viel davon in der Industrie ankommt. Tat es nicht. Wir haben schnell festgestellt: Während sich draußen alles um KI dreht, alle von ChatGPT und den generierten Bildern sowie Texten spricht, kommt im Werk davon erstaunlich wenig an.
Der Grund war für uns nicht überraschend, weil wir genau diese Welt kannten: Viele KI-Startups bauten reine Cloudlösungen, bzw Add-Ons für die schon bestehenden Chat-Bots. Schöne Demos, schöne Dashboards, schöne Versprechen. Nur funktionierte das in der Praxis vieler Produktionsbetriebe nicht, und zwar aus guten Gründen.
Produktionsanlagen sind nicht irgendein IT-System. Sie sind das Herz eines Unternehmens. Die Daten, die dort entstehen, sind hochsensibel und machen das Unternehmen dementsprechend verwundbar bei An- und Ausfällen. Datensicherheit, Cybersecurity und volle Kontrolle über die eigenen Systeme haben deshalb höchste Priorität. Viele industrielle Anwendungen lassen sich nicht einfach in die Cloud verlagern.
Das war der Punkt, an dem für uns ein bisher diffuses Bauchgefühl zu einer klaren Idee wurde.
Der entscheidende Gedanke
Wenn KI wirklich in der Industrie funktionieren soll, muss sie direkt an der Maschine laufen und integriert werden.
So einfach klingt der Satz. So selten wurde er bis dahin in dieser Konsequenz umgesetzt. Aus diesem Gedanken ist ExpectIQ in seiner heutigen Form entstanden.
Was wir heute machen
Wir entwickeln Lösungen, die lokale KI auf eigener Hardware direkt in Produktionsmaschinen und Anlagen bringen. Konkret bedeutet das:
• Fehler werden schneller lokalisiert.
• Serviceprozesse werden beschleunigt.
• Stillstände werden verkürzt.
• Durch Predictive Maintenance lassen sich Probleme vorbeugen, bevor sie zu Stillständen werden.
Und mindestens genauso wichtig: Wir machen technisches Wissen wieder zugänglich ohne lange Wartezeiten. Wissen aus Dokumentationen, Sensordaten und Unternehmenssystemen, verfügbar genau dann, wenn es gebraucht wird, für die Mitarbeitenden, die mit der Maschine arbeiten.
Unsere Kunden sind Maschinenbauer, Zulieferer und Produktionsunternehmen mit komplexen Anlagen. Also genau die Welt, in der wir uns die letzten Jahre bewegt haben und in der wir wissen, dass eine schöne Demo nicht reicht. Es muss im Alltag funktionieren. Auch um drei Uhr nachts. Auch ohne stabile Internetverbindung.
Was uns unterscheidet
Wir sind kein weiteres klassisches KI-Startup. Wir kommen aus der Industrie und haben ein tiefes Verständnis für die Prozesse als auch Hardware.
Das ist der Unterschied, der in den meisten Gesprächen schnell spürbar wird. Wir wissen, was ein Profibus-Telegramm ist. Wir wissen, warum eine Maschine aus den 90ern nicht mal eben „in die Cloud“ geht. Wir wissen, dass das Wartungsteam um 23 Uhr nicht 600 PDF-Seiten lesen will, sondern eine Antwort braucht.
Und wir wissen, dass KI an dieser Stelle nur dann hilft, wenn jemand sie ernsthaft mit der Welt der Maschine verbindet.
Unsere Vision
Künstliche Intelligenz dorthin bringen, wo sie den größten Unterschied macht, direkt in die Wertschöpfung.
Schön, dass Sie da sind und diese Reise mit uns gehen.